Entdecken Sie die faszinierende Vielfalt der Edelsteine: Verschaffen Sie sich einen Überblick über alle Edelsteine und erfahren Sie alles Wesentliche über deren Eigenschaften, Besonderheiten und Hintergründen.

Rubin
Der König der Edelsteine
In der altindischen Sprache Sanskrit wird der Rubin „ratnaraj“ genannt, was „König der Edelsteine“ bedeutet. Diese Bezeichnung ist durchaus gerechtfertigt, da der Rubin wohl der historisch bedeutendste Edelstein ist.
Der erste dokumentierte Rubinhandel /Rubinabbau datiert ins 6. Jahrhundert zurück. Bereits damals wurden im sagenumwobenen Tal von Mogok (in Burma, Myanmar), welches als „Tal der Rubine“ bekannt ist, Rubine
gefördert. Bis heute gelten diese Rubine aus Mogok als die wertvollsten weltweit.
Das intensive Rot des Rubins symbolisiert die stärksten menschlichen Emotionen: Liebe und Zorn, Leidenschaft und Wut. Rot wird mit Objekten der Macht und der Begierde assoziiert. Und im Laufe der Jahrtausende entstanden eine Vielzahl von Legenden um den Rubin. Frühe Kulturen schätzten den Rubin aufgrund seiner Ähnlichkeit mit der Farbe des Blutes und glaubten, dass Rubine die Kraft des Lebens in sich trugen. In Burma besaßen Krieger Rubine, um im Kampf unbesiegbar zu sein.
Mit der Entstehung der westlichen Welt avancierte der Rubin zum begehrtesten Edelstein des europäischen Adels und der Oberschicht.
Der Rubin als Wertanlage – vom Adelsschmuck zum Investmentobjekt
Heutzutage ist das Verlangen nach dem Rubin so groß wie eh und je. Der Rubin ist wohl bis heute der wichtigste Edelstein auf dem Markt für farbige Edelsteine und erzielt unter den Farbedelsteinen die höchsten Preise.
Die Preise pro Karat für hochwertige Rubine sind zudem kontinuierlich gestiegen und brechen immer wieder Auktionsrekorde: 2015 wurde der Sunrise-Ruby, ein 25,59-karätiger Burma-Rubin, gefasst in einem Ring, für
32,4 Millionen Dollar (ca. 1,2 Millionen Dollar pro Karat) verkauft und stellte damit einen neuen Auktionsrekord für einen Farbedelstein auf.
Rubine wurden zudem 2008 in Mosambik entdeckt und in den folgenden Jahren abgebaut, vermarktet und erfreuten sich zunehmend immer größerer Beliebtheit. Allein von 2013 bis 2023 erlebten Rubine aus Mosambik
einen Wertanstieg von 550%.
Hochwertige Rubine über einem Karat sind bereits sehr selten, und der Preis steigt mit zunehmender Größe erheblich an. Der begehrteste sowie wertvollste Farbton ist ein sogenanntes „Taubenblut“-Rot. Hinsichtlich der Herkunft werden Rubine aus Burma (Myanmar) am höchsten gehandelt, gefolgt von Exemplaren aus Mosambik.
Das ungebremste Verlangen der Menschen nach dem Rubin und seine extreme Seltenheit machen den Rubin zu einem äußerst attraktiven Investment mit beachtlichen Wertsteigerungspotenzial.

Saphir
Saphir – The royal blue
Seit Jahrtausenden wird der Saphir mit dem Königtum und dem Adel in Verbindung gebracht und symbolisiert Romantik und Treue. Er schmückt seit Jahrhunderten die Gewänder von Mitgliedern der Königshäuser und des
Klerus. Der wohl bekannteste Verlobungsring der Welt ist der königsblaue Saphir-Ring, den Prinz Charles Lady Diana Spencer 1981 schenkte und später an Kate Middleton weitergegeben wurde.
Der Saphir und der Rubin gehören zu der Korundfamilie, und während der Rubin die rote Varietät der Korunde darstellt, tauchen Saphire je nach Spurenelementgehalt in allen erdenklichen Farben auf: von dem berühmten Blau bis hin zu Fancy-Saphiren in gelb, orange, rosa, violett, weiß, schwarz und sämtlichen Zwischentönen. Es gibt sowohl „mehrfarbige“ Saphire, die Kombinationen verschiedener Farben aufweisen, als auch Saphire mit einem Farbwechsel: diese faszinierenden Steine ändern ihre Farbe bei unterschiedlicher Beleuchtung.
Saphire sind historisch bedeutende Farbsteine und deren Beliebtheit hat sich im Laufe der Jahrtausende keinesfalls verändert.
Saphir als Investment
Das ungebremste Verlangen der Menschen nach dem Saphir und seine Seltenheit machen den Saphir zu einem äußerst attraktiven Investment mit beachtlichen Wertsteigerungspotenzial.
Hochwertige Saphire über einem Karat sind bereits sehr selten, und der Preis steigt mit zunehmender Größe an.
Während Saphire in vielen Farben vorkommen, erzielen bestimmte Farbtöne besonders hohe Preise:
- Klassische blaue, intensiv gefärbte Saphire, insbesondere in den begehrten Farbtönen Kornblumenblau und Königsblau.
- Besonders begehrt sind die seltenen Kaschmir-Saphire: sie zeichnen sich durch ein intensiv gesättigtes / tiefes, intensives/kräftiges Blau und einem samtigen Erscheinungsbild aus. Zudem ist das Vorkommen in Kaschmir seit langem erschöpft und die Kashmir-Saphire sind somit zu wahren Raritäten geworden.
- Padparadscha-Saphire: Padparadscha ist das singhalesische Wort für Lotusblume und wird ebenfalls als Handelsname für die seltenen und begehrten, rosa-orangefarbenen Saphire verwendet. Diese Edelsteine
gelten schon ab 2 ct als äußerst selten. - Auch Saphire in intensiven Rosa-/Pinktönen erfahren immer höherer Beliebtheit.

Smaragd
Smaragd – Kleopatras Liebling
Smaragde faszinieren die Menschheit seit Jahrtausenden und zählen bereits seit der Antike zu den begehrtesten Edelsteinen der Welt. Die ältesten bekannten Smaragdminen befanden sich in Ägypten und wurden bereits ab
330 v. Chr. bis ins 18. Jahrhundert betrieben.
Von den Pharaonen Ägyptens bis zu den Kaisern der Inka war der Smaragd ein Symbol für Macht und Reichtum und schmückte königliche Herrscher auf der ganzen Welt. Besonders berühmt ist Kleopatra, die für ihre
Vorliebe/Leidenschaft für Smaragde bekannt war und diese in ihrem prunkvollen Schmuck einsetzte.
Auch heutzutage gehören Smaragde nach wie vor zu den wertvollsten und begehrtesten Edelsteinen der Welt.
Smaragd als Investment
Smaragde sind nicht nur von historischer Bedeutung, sondern auch als Kapitalanlage äußerst attraktiv. Ihre Seltenheit und die anhaltend hohe Nachfrage machen sie zu einer gefragten Wertanlage mit großem Potenzial für Wertsteigerungen.
Hochwertige Smaragde über einem Karat sind bereits sehr selten, und ihr Preis steigt mit zunehmender Größe deutlich an.
Smaragde haben in der Regel Einschlüsse, welche allgemein akzeptiert sind und als „Le Jardin d'Émeraude “ bezeichnet werden. Um diese Einschlüsse zu kaschieren, werden über 99% aller Smaragde mit farblosem Öl behandelt. Augenreine und ungeölte Smaragde sind somit eine äußerste Rarität und werden zu enormen Preisen gehandelt.
Kolumbien ist seit mehr als 500 Jahren die Quelle der feinsten Smaragde, und kolumbianische Smaragde, insbesondere aus der berühmten Muzo-Mine, sind nach wie vor der Maßstab, an dem alle anderen gemessen werden.

Tansanit
Tansanit - der Schatz von Tansania
Der Tansanit ist eine seltene, violett-blaue Varietät des Minerals Zoisit, die durch ihre außergewöhnlichen lebendigen Farbnuancen zwischen Blau, Violett und Purpur besticht.
Er ist eine relativ junge Entdeckung und wurde nur an einem Ort auf der Welt gefunden: Es heißt, dass 1967 ein Masai-Stammesangehöriger in Merelani, einer Region im Norden Tansanias, zufällig auf eine Ansammlung transparenter, intensiv violett bis blau gefärbter Kristalle stieß. Er informierte einen lokalen Unternehmer, der daraufhin, im Glauben es handelte sich um Saphirlagerstätten, vier Bergbauansprüche anmeldete. Doch statt Saphire entdeckte er eine bisher unbekannte Edelsteinart: den Tansanit.
Tiffany & Co. erkannte das Potenzial dieses neuen Edelsteins und sicherte sich die Rechte als Hauptvertriebspartner. Der Edelstein wurde nach seinem Herkunftsland benannt und Tiffany präsentierte ihn, im Rahmen einer großen Werbekampagne, 1968 der Öffentlichkeit.
Und obwohl der Tansanit in der Edelsteinbranche ein Neuling war, wurde er fast über Nacht zu einem den gefragtesten farbigen Edelsteinen bei führenden Schmuckdesignern, Edelsteinexperten und Privatkunden.
Die außergewöhnliche lebendige Farbe, die hohe Klarheit und die Möglichkeit, große Steine zu schleifen, trugen maßgeblich zur schnellen Popularität des Tansanits bei.
Tansanit als Investment
Der Tansanit wird ausschließlich in den Merelani-Hügeln in Tansania abgebaut. Bis heute ist kein weiterer Fundort bekannt.
Zudem werden heutzutage auch in Tansania kaum noch Tansanite gefunden, man vermutet wird, dass das Vorkommen in den nächsten Jahren erschöpft sein wird und dementsprechend die Preise erneut steigen.
Hochwertige Exemplare weisen eine intensive (violettstichige) blaue Farbe auf, vergleichbar mit der Farbe von Saphiren. Im Allgemeinen sind kräftige Farben begehrter, wohingegen Pastelltöne häufiger und
erschwinglicher sind.

Aquamarin
Aquamarin – der Stein des Meeres
Aquamarin ist die blaue bis leicht grünlich-blaue Varietät des Minerals Beryll.
Der Name "Aquamarin" leitet sich aus dem Lateinischen Wort für „Meerwasser“ ab und beschreibt hervorragend den frischen, wässrigen Farbton des Aquamarins.
Nach einer Legende, sollen Aquamarine in den Schatztruhen von Meerjungfrauen gefunden werden können. Der Aquamarin galt als Glücksstein von Seefahrer und es wurde nachgesagt, dass er Wellen beruhigt und Seeleute auf See schützt. Die alten Griechen und Römer sahen den Aquamarin als Symbol der Reinheit und Liebe, weshalb sich der Edelstein vor allem bei Brautpaaren großer Beliebtheit erfreute.
Die attraktive Farbe, die hohe Reinheit und der Möglichkeit, große Steine zu schleifen, machen den Aquamarin zu einem sehr geschätzten Edelstein.
Aquamarin als Investment
Feine Aquamarine sind dunkelblau bis leicht grünlich-blau und ohne sichtbare Einschlüsse, wobei je kräftiger und dunkler das Blau, desto wertvoller auch der Aquamarin.
Besonders hervorzuheben sind Santa-Maria Aquamarine. Diese Aquamarine wurden in der Santa Maria Miene in Brasilien entdeckt, welche inzwischen erschöpft ist, und weisen eine besonders feine, tiefblaue Farbe auf.
Diese Aquamarine erzielen die höchsten Preise.
[TG1]Africana Aquamarine Mozambique
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Turmalin
Turmalin – der Edelstein der unendlichen Vielfalt
Turmaline kommen in einer großen Vielfalt/Vielzahl aufregender Farben vor. Tatsächlich hat Turmalin eine der breitesten Farbpaletten aller Edelsteinarten und kommt in verschiedenen Schattierungen in praktisch jeder Farbe und in jeder Farbintensität vor.
Die Geschichte des Turmalins ist aufgrund seiner Farbvielfalt geprägt von Verwechslungen mit anderen Edelsteinen wie Rubinen, Saphiren und Smaragden. Diese Verwechslung hielt bis zu seiner Identifikation als eigenes Mineral im 19. Jahrhundert an.
Im späten 19. Jahrhundert wurde der Turmalin durch die Bemühungen des Tiffany-Gemmologen George F. Kunz als amerikanischer Edelstein bekannt. Doch trotz seiner amerikanischen Wurzeln war der größte Markt für
Turmalin damals in China. Ein Großteil des rosa und roten Turmalins aus dem San Diego County in Kalifornien wurde nach China verschifft, da die chinesische Kaiserinwitwe Tz'u Hsi die Farbe besonders mochte.
Die Geschichte der Turmaline nahm eine weitere Wendung in den 1980er Jahren mit der Entdeckung der Paraiba-Turmaline in Brasilien. Diese Steine mit ihren intensiven, leuchtenden blauen Farben revolutionierten den Edelstein Markt und sind bis heute hoch begehrt.
Turmalin als Investment
Heute wird der Turmalin weltweit geschätzt. Seine einzigartige Farbvielfalt macht ihn zu einem der vielseitigsten und beeindruckendsten Edelsteine auf dem Markt. Mit ihrer außergewöhnlichen Farbpalette bieten sie nicht nur ein visuelles Spektakel, sondern auch ein enormes Potenzial für Investoren.
Einige Farbtöne erzielen hierbei besonders hohe Preise.
Besonders hervorzuheben sind folgende Varietäten:
- Rubellit: rote bis rosafarbene Turmaline
- Indigolith Turmaline: blaue Turmaline
- Lagoon Turmaline: grünblaue Turmaline
- Doch eine Varietät sticht besonders hervor: der Paraiba-Turmalin – er ist mit Abstand die seltenste und wertvollste Turmalin Varietät

Paraiba-Turmalin
Paraiba-Tourmalin
Der Paraiba-Turmalin ist ein außergewöhnlich seltener und begehrter Turmalin, der vor allem durch seine einzigartige und strahlende, neonblauen bis türkisgrünen Farbtönen auffällt und eine außergewöhnlichen
Leuchtkraft aufweist, bedingt durch die enthaltenden Spurenelemente Kupfer und Mangan.
Der Paraiba-Turmalin ist eine relativ junge Entdeckung. Erst 1989 wurde er im Bundesstaat Paraiba in Brasilien entdeckt und nach seinem Fundort benannt. Schnell wurde klar, dass er zur feinsten Turmalin Art gehört, die jemals gefunden wurde und sein Wert erreichte ungeahnte Höhen.
Neben dem ursprünglichen Fundort in Paraíba, Brasilien, wurden 2001 auch bedeutende Vorkommen in Nigeria und 2005 in Mosambik entdeckt. Trotz dieser neuen Funde bleibt Brasilien jedoch der gefragteste und
prestige-trächtigste Ursprung/Herkunft für Paraiba-Turmaline.
Und obwohl der Paraiba-Turmalin erst seit 1989 bekannt ist, gehörte er von Anfang, aufgrund seines Erscheinungsbildes, zu den gefragtesten und wertvollsten Edelsteinen der Welt.
Paraiba-Turmalin als Investment
Seit seiner Entdeckung hat der Paraiba-Turmalin, aufgrund seiner extremen Seltenheit und der enormen Nachfrage nach den einzigartig leuchtenden Farbtönen, eine beispiellose Wertsteigerung erlebt - und die Preise steigen weiterhin kontinuierlich.
Abhängig von Größe, Herkunft, Farbe und Reinheit können Paraiba-Turmaline problemlos Preise von über 100000€ pro Karat erzielen.
Besonders begehrt sind hierbei Exemplare aus Brasilien mit intensiver Farbe und wenigen Einschlüssen. Diese erzielen regelmäßig Höchstpreise auf dem Edeslteinmarkt.
Alexandrit
Alexandrit – der Edelstein mit einzigartigem Farbwechsel
Der Alexandrit ist die sehr seltene farbwechselnde Variante des Minerals Chrysoberyll. Er wird aufgrund seines Farbwechsels - von einem schönen (manchmal bläulichem) Grün im Tageslicht zu einem (bräunlichen oder
purpurstichig) Rot im Glühlampenlicht bzw. Kerzenlicht - von Edelsteinliebhabern auch oft als „Smaragd bei Tag, Rubin bei Nacht“ beschrieben.
Auch andere Edelsteine ändern ihre Farbe als Reaktion auf eine Veränderung der Lichtquelle, aber der Farbwechsel des Alexandrits ist so auffällig, dass das Phänomen als "Alexandrit-Effekt" bezeichnet wird.
Erstmals 1830 im russischen Uralgebirge entdeckt und nach dem jungen Thronfolger Alexander II. benannt, erregte der Alexandrit mit seinem einzigartigen Farbwechsel schnell die Aufmerksamkeit des Landes, da seine rot-grüne Farben die nationalen Militärfarben des kaiserlichen Russlands widerspiegelten.
Diese ersten Alexandrite waren von sehr feiner Qualität und zeigten lebhafte Farbtöne und einen dramatischen Farbwechsel. Die spektakulären Vorkommen im Uralgebirge hielten nicht ewig, und heutzutage stammen die meisten Alexandrite aus Sri Lanka, Ostafrika und Brasilien, wobei auch diese Vorkommen relativ begrenzt sind.
Die neueren Vorkommen enthalten zwar auch einige Edelsteine von guter Qualität, aber die meisten zeigen einen weniger präzisen Farbwechsel und trübere Farbtöne als die russischen Alexandrite des 19. Jahrhunderts. Diese bleiben nach wie vor der Qualitätsstandard für diesen phänomenalen Edelstein.
Feine Alexandrite sind somit außergewöhnlich selten und wertvoll, insbesondere in größeren Größen.
Alexandrite als Investment
Hochwertige Alexandrite sind heutzutage äußerst selten. Diese Knappheit treibt den Wert kontinuierlich in die Höhe.
Heutzutage erzielen hochwertige Alexandrite oft Spitzenpreise bei internationalen Auktionen: 2014 wurde z.B. bei Christie´s ein russischer Alexandrit mit 21,41 ct für ca. 1,325 Millionen CHF (ca. 61886 CHF pro Karat) verkauft.
Mit zunehmendem Bewusstsein für seltene Edelsteine steigt die Nachfrage weiterhin bei Juwelieren, Schmuckliebhaber, Investoren und Sammler nach dem Alexandrit und seinem einzigartigen Farbwechsel.
Spinell
Spinell – der am meisten unterschätzte Edelstein der Geschichte
Jahrhundertelang gab sich der Spinell als Rubin in Europas Kronjuwelen aus. Und obwohl lange Zeit mit Rubin und Saphir verwechselt, steht der Spinell für sich selbst. Er ist in einer beeindruckenden Palette von Farben
erhältlich und seine lange Geschichte umfasst viele berühmte Exemplare, die bis heute erhalten sind.
Einige antike Minen, produzierten Spinelle, teilweise auch in außergewöhnlichen Größen, die – in der Annahme es seien Rubine - zu kostbaren Besitztümer von Königen und Kaisern wurden. Erst Ende des 18 Jahrhunderts wurde Spinell als eigenes Mineral identifiziert und infolgedessen entpuppten sich einige der berühmtesten „Rubine“ der Welt, tatsächlich als Spinelle:
- Eines der bekanntesten Beispiele ist der sogenannte "Black Prince´s ruby". Dieser historische rote Edelstein ist neben dem Koh-i-Diamanten als Herzstück in Englands „Imperial State Crown“ eingesetzt. Er tauchte erstmals in den historischen Aufzeichnungen des 14. Jahrhunderts in Spanien auf und war im Besitz einer Reihe von maurischen und spanischen Königen, bevor Edward, Prinz von Wales - der "black
prince" - den Edelstein 1367 als Bezahlung für einen Sieg in einer Schlacht erhielt. - Auch der 350 ct schwere „Timur-Rubin“ aus den Kronjuwelen entpuppte sich ebenfalls als Spinell.
Spinell als Investment
Lange Zeit unterschätzt und kaum bekannt bei Verbrauchern, erlebt der Spinell heute eine Renaissance. Die steigende Nachfrage nach Rubin-Alternativen hat das Interesse an den satten roten Farben von Spinellen neu entfacht.
2023 wurde bei Christie´s ein unerhitzter roter Spinell mit 20,838 ct aus Tanzania, gefasst in einem Ring, für 882000 CHF (ca. 42326 CHF pro Karat) verkauft. Im selben Jahr wurde bei Sotheby´s ein ungefasster roter
Spinell mit 5,31 ct aus Burma, unerhitzt, für 88900 CHF (ca. 16741 CHF pro Karat) verkauft.
Doch nicht nur die rote Variante erfreut sich wachsender Beliebtheit. Durch die hohe Härte und der beeindruckenden Brillanz erfreuen sich auch Spinelle anderer Farbtöne - vor allem blau - zunehmend immer größerer Beliebtheit, denn farblich ist für jeden Geschmack etwas dabei: von orange bis zu einem intensivem „Ampelrot“, leuchtendem Pink und alle Nuancen von Blau, Lila, Violett bis hin zu Blaugrün ist alles vertreten.
Und obwohl einige feine große Spinelle aus der Geschichte bekannt sind, sind heute große Exemplare inzwischen eher selten.

Granate
Granat – die ungeahnte Vielfalt
Es wurde lange Zeit angenommen, dass es Granate nur in Rot gibt. Doch es stellte sich heraus, dass Granate in fast jeder Farbe vorkommen.
Granate sind eine Gruppe eng verwandter Mineralien. Alle Granate haben im Wesentlichen die gleiche Kristallstruktur, unterscheiden sich jedoch in ihrer chemischen Zusammensetzung.
Bereits vor Tausenden von Jahren schmückten Halsketten aus rotem Granat die Hälse der ägyptischen Pharaonen (3800 v.Chr.). Jahrhunderte später (23 - 79 n. Chr.), gehörten rote Granate zu den am meisten gehandelten
Edelsteinen. Im Mittelalter war roter Granat beim Klerus und Adel beliebt.
Rote Granate haben eine lange Geschichte, aber moderne Edelsteinkäufer können aus einer reichen Palette von Granatfarben wählen: Grün, Orange, Rosa-Orange, tief gesättigte Purpurrot-Töne und sogar einige Blautöne.
Und während der rote Granat einer der häufigsten und am weitesten verbreiteten Edelsteine ist, sind andersfarbige Granate wiederum relativ selten, da diese besonderen Bedingungen [TG1] zur
Bildung benötigen.
Diese Seltenheit, die unglaubliche Brillanz von Granaten im Allgemeinen und die Tatsache, dass Granate nie behandelt werden und bis heute nicht synthetisch hergestellt werden können, macht Granate zu einem interessanten Edelstein für Juweliere, Schmuckliebhaber und Anleger.
Dementsprechend erfuhren Granate in den letzten Jahren einen enormen Preisanstieg, wobei einige Varietäten bzw. Farbtöne hierbei besonders hohe Preise erzielen. Besonders hervorzuheben sind folgende Varietäten:
- Demantoid-Granat
- Tsavorit-Granat
- Mandarin-Granat
- Rhodolith-Granat und Royal Purple Granat
Demantoid
Demantoid – der Zar der Granate
Der Demantoid-Granat ist wohl die wertvollste Granat-Varietät und zählt zu den seltensten Edelsteinen weltweit.
Demantoide wurden erstmalig 1853 in der Nähe des Uralgebirges in Russland entdeckt und wurden schnell zu einem der begehrtesten und teuersten Edelsteine. Er war beliebt beim Adel und sowohl Tiffany als auch Fabergé schufen exklusive Schmuckstücke aus Demantoiden.
Der Name „Demantoid“ bedeutet „diamantähnlich“ und wurde aufgrund des hohen Brechungsindex und der hohen Dispersion des Steins gewählt. Ein Demantoid zeichnet sich nämlich durch eine außergewöhnliche „diamantartige“ Brillanz und Feuer aus.
Die Farbe eines Demantoids reicht von grün bis gelblich-grün, wobei ein Smaragdgrün am begehrtesten ist.
Demantoide als Investment
- Demantoide sind äußerst selten, besonders in großen Größen. Steine über 1 ct gelten bereits als äußerst rar und Exemplare über 2 Karat sind kaum zu bekommen.
- Einschlüsse sind in Demantoiden gängig und geduldet. Augenreine Demantoide sind äußerst selten. Zudem können Demantoide aus Russland Einschlüsse in Form von büschelförmige bis radialstrahlig
angeordnete Chrysotilfasern („horsetail“) aufweisen. Solche Demantoide mit Horsetail erzielen bei Sammlern Höchstpreise.

Tsavorit
Tsavorit – der grüne Schatz für Investoren und Schmuckliebhaber
Tsavorit ist eine seltene und wertvolle Variante des Grossular-Granats, die sich durch ihre leuchtend grüne Farbe und einer außergewöhnlichen Brillanz auszeichnet.
Der Tsavorit wurde erstmals 1967 in Tansania entdeckt und nach dem naheliegenden Tsavo-Nationalpark in Kenia, benannt.
Schnell erlangte der Tsavorit durch eine Marketing-Kampagne von Tiffany & Co. in den 1970er Jahren an Popularität und verzauberte mit seiner intensiven Farbe und der hohen Brillanz zunehmend die Menschheit in exquisiten Schmuckstücken.
Tsavorit als Investment
Der Tsavorit ist ein sehr seltener Edelstein - erst vor Kurzem entdeckt und schon fast erschöpft: seine Hauptvorkommen begrenzen sich auf Tansania und Kenia, wobei größere Exemplare ab 2 ct auch dort kaum zu
finden sind.
Dank seiner Seltenheit und der steigenden Nachfrage wächst der Wert von Tsavoriten somit jährlich seit seiner Entdeckung und ist so zu einer begehrten Wahl für Schmuckliebhaber und Investoren geworden.

Spessartin - Mandarin/Fanta Granat
Spessartin - Mandarin/Fanta-Granat
Mandarin/Fanta-Granate ist der Handelsname für eine seltene Variante des Spessartin-Granats, welche sich durch eine charakteristische intensive, leuchtende, orangene Farbe auszeichnen.
Erstmalig wurden diese faszinierenden orangenen Granate 1991 in Namibia entdeckt, doch diese Fundstellen sind seit vielen Jahren bereits erschöpft. Nur in Nigeria und Tansania, den einzigen weiteren Fundstellen, wird
sporadisch noch weitere Mandarin Granate entdeckt. Jedoch werden auch hier keine ergiebigeren Vorkommen mehr vermutet
Mandarin-Granate als Investment
Aufgrund ihrer Seltenheit haben diese Granate in den letzten Jahren eine enorme Wertsteigerung erfahren.
Zudem wird ein weiterer Wertzuwachs erwartet, da Mandarin-Granate nur noch sporadisch gefunden werden und weitere Vorkommen nicht vermutet werden.
Feine Mandarin-Granate ab 5 ct sind selten und kaum noch erhältlich.
Rhodolith / Royal Purple Granat
Rhodolith und Royal Purple Granate
Rhodolith Granate sind rosa bis dunkelrote Granate mit einem Stich ins Violette oder Himbeerrote. Aufgrund seiner Farbe wurde diese Farbvariante nach dem griechischen Wort „rhodos“ benannt, welches „Rose“
bedeutet und ein Symbol der Liebe darstellt.
Royal Purple Granate wurden erstmalig 2014 gefunden und weisen eine unvergleichbare, intensive, lila Farbe auf. Die Farbtöne reichen von tiefrot bis zu einem dunklen Purpur mit einem Stich ins Violett.
Rhodolith und Royal Purple Granate als Investment:
Hochwertige, naturbelassene Rhodolithe mit intensiver Farbe und guter Reinheit erzielen auf dem Markt stetig steigende Preise.
Royal Purple Granate sind nur in wenigen Lagerstätten weltweit zu finden und werden in eher begrenzten Mengen abgebaut.
Seltene Farbvarietäten wie der Royal Purple Granat verzeichnen zudem eine kontinuierliche Nachfrage bei
Sammlern und Investoren, was sich langfristig in einer positiven Wertentwicklung widerspiegelt.

Edelsteine - die schönste und älteste Wertanlage der Welt
Edelsteine zählen zu den ältesten und faszinierendsten Wertanlagen der Welt und bieten eine exklusive Möglichkeit, Vermögen kompakte, flexibel und diskret zu speichern.
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